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25. September 2009 5 25 /09 /September /2009 06:50
"Zu was möchtest Du erzogen werden?" ... früher oder später kommt es im Gespräch mit einer dominanten Person sehr gerne zu dieser Frage, besonders wenn man als devote zugegeben hat, das man sich nach Erziehung und Führung sehnt. Und die Frage ist nicht unverständlich. Nur die Antwort ... ist kompliziert.

Denn zu was möchte man erzogen werden? ... was gibt es denn zu was man erzogen werden wollen könnte?

In einem Gespräch vor kurzem wurde, wenn man so will, ein Teil der Antwort gleich mitgegeben. Und so wurde ich gefragt, ob ich lieber eine Sklavin, ein Dienerin oder ein Schosstierchen sein möchte.

Das ist schon sehr hilfreich. Nur ... was unterscheidet jetzt die Sklavin, von der Dienerin vom Schosstierchen?

Ich hatte diese Frage gestellt und zur Antwort bekommen:
Die Sklavin ist hauptsächlich für die sexuellen Gelüste da.
Die Dienerin ist da um die Herrin zu bedienen und für ihr leibliches Wohl zu sorgen.
Das Schosstierchen, zum Beispiel ein Hündchen, müsste ich mich als solches benehmen, mich auf allen vieren bewegen, nicht reden, aus einem Napf fressen und trinken und dergleichen.

Nun wurde ich aber doch noch gefragt, wie ich mir das eine wie das andere selber vorstelle. Was ich darüber denke und welche Meinung ich über das ein oder andere habe. 

Die Sklavin stelle ich mir so vor, dass sie eher in Ketten gehalten wird, eher nackt ist, in einem Käfig oder einem Raum gesperrt ist wenn sie nicht gebraucht wird, sowie eine eher strenge Behandlung und einem strengen Kommando begegnet. Was ihr nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten für sie ... sogar wenn es nur alltägliches ist wie essen, trinken oder auf die Toilette zu gehen. Sie ist der Herrschaft sexuell gefügig, sowohl gebend als auch empfangend und hat keine Rechte. Die Sklavin, ihr Körper, ist in gewisser Weise einfach Objekt und Besitz.

Die Dienerin stelle ich mir vor wie eine Bedienstete, eine Zofe oder Angestellte. Die Kleidung eher formal und korrekt, züchtig elegant bis bieder, in eigenen Räumlichkeiten bei der Herrschaft wohnend, eigenen Besitz habend und auch Ausgang bekommend sowie andere Freiheiten hat. Sie dient der Herrschaft, serviert, assistiert und geniesst bis zu einem gewissen Grad das Vertrauen der Herrschaft. Was ihr nicht verboten wurde, ist ihr durchaus erlaubt, dabei hat sie jedoch immer darauf zu achten die Herrschaft, gerade vor anderen Personen, nicht zu beschämen. Strafen können auch streng sein, in Richtung klassische englische Erziehung. Sexuelle Dinge spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Das Schosstierchen stelle ich mir vor, nunja... wie man sich ein etwas verwöhntes Kätzchen oder Hündchen vorstellt. Niedlich anzusehen, vielleicht sogar an der Leine gehalten, kann es sich manche Torheit erlauben die man sonst nicht durchgehen lassen würde. Dennoch muss es auf Kommando folgen und sich artgerecht verhalten, was manche Demütigung mit sich bringt. Sie wird dressiert oder sogar abgerichtet, darf Kunststückchen vollführen, schläft im Körbchen, hat es dabei aber nicht ungemütlich. Es ist der Herrschaft aber auch ausgeliefert und Strafen können genauso empfindlich sein. 

Was könnte ich mir nun für mich vorstellen?
An der Sklavin könnte mich reizen, dass sie einfach Objekt und Besitz ist, dass ihr erstmal alles verboten ist und sie sich nur durch Wohlverhalten kleinere Freiheiten verdienen kann. Eine schön demütigende Vorstellung. Allerdings steht für mich persönlich sexuelles nicht so im Vordergrund. Für mich ist Sex ein Thema das passieren kann, aber nicht passieren muss.
An der Dienerin könnte mich das etwas formalere reizen, dass elegantere, der Herrschaft zur Hand gehen zu dürfen, dabei jedoch nicht mit umbedingt mit "Samthandschuhen" angepackt zu werden, sondern, gerade bei einem Fehler, durchaus auch mal ruppiger behandelt zu werden. Allerdings weiss ich nicht, ob dienen und dienen und nochmal dienen nicht mit der Zeit etwas einförmig ist.
Was mir am Schosstierchen gefallen könnte, dass hier mitunter der Part der Erziehung der sicher sehr stark in Richtung Dressur und Abrichtung geht, am ehesten hervorsticht und das es sicherlich sehr demütigend sein kann sich ausschliesslich wie ein Tierchen zu verhalten. Allerdings liegt hier auch mein Vorbehalt ... dass man sich nur noch so verhalten darf und ich stelle mir das doch sehr eingeschränkt vor.

Wenn ich mir nun einen Wunsch zusammenstellen dürfte... dann denke ich, ich würde mir eine Ausbildung zu 5 Teile zu einer Dienerin, zu 3 Teilen die Ausbildung zu einer Sklavin und zu 2 Teilen die Ausbildung zu einem Schosstierchen wünschen. Falls so etwas überhaupt mit sich vereinbar ist.

PS: Die Vorstellungen die ich über die Sklavin, die Dienerin und das Schosstierchen geschrieben habe, sind meine persönlichen Ansichten. Ich behaupte nicht, dass man dies nur so definieren kann oder muss, es wird noch viele weitere Ansichten oder Aspekte geben die ich entweder garnicht berücksichtigt habe oder die von anderen Menschen einfach anders gesehen werden. 

PPS: Die Dame war zumindest mit meiner Überlegung dazu zufrieden. Wie denkt Ihr darüber?


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Published by Yvone - in Gedanken
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Kommentare

Lady Fetisha 11/10/2009 12:25


Ich finde es schön wenn man für sich Fetisch und SM entdeckt. Schade nur das das ganze irgendwie auch ungeahnte Folgen hat. Im Fernsehen wird nun über "Uhrenfetisch" gesprochen. Sachen die mit der
eigentlichen Materie rein gar nichts zu tun haben


Yvone 11/14/2009 09:41


Nunja... das mit dem Fetisch ist so eine Sache. Auf was man Fetisch persönlich bezieht. Und wie immer ... Wikipedia hilft da weiter.

So kann man unter Fetisch verstehen:


Verehrung bestimmter Gegenstände im Glauben an übernatürliche Eigenschaften, siehe Fetischismus (Religion)


eine Form der Sexualität, die sich auf bestimmte Gegenstände richtet, siehe Sexueller Fetischismus

Wie man sieht ... hinter dem Begriff "Fetisch" steht schon ursprünglich
ein wenig mehr als "nur" Lack, Leder oder Latexvorlieben. Insofern, je nachdem im welchem Zusammenhang das mit dem Uhrenfetisch zu sehen ist, kann das mit dem Fetisch schon richtig sein.

Aber ich gebe Dir uneingeschrenkt recht, wenn es Dir darum geht zu sagen, dass die Medien "Schlagwörter" recht schnell aufgreifen um ihre Artikel oder Schlagzeilen vermeintlich interessanter zu
gestalten ;-)

Liebe Grüsse
Yvone 


Raven 10/08/2009 13:28


Guten Tag Yvone.

Du hast deine Sicht der Dinge sehr ausführlich und verständlich klargelegt. Jetzt schreib ich mal "Aufgabe erfüllt" ;-)

Man versteht was du damit meinst. Ob es deiner Herrin,oder wer immer dich führt, zusagt, würde ich bezweifeln. Denn die "Rolle" in der du auftrittst wirst nicht du bestimmen. Sie wird dir
vorgegeben. Und deine Aufgabe wird es sein sie zur absoluten Zufriedenheit deiner Herrin zu erfüllen. Das deine Wünsche in irgendeiner Weise relevant sein sollten, dieses Verständnis hast du nicht
zu erwarten.

Nun wünsch ich dir noch eine schöne Woche.

Viele Grüsse.
Raven.


Raven 10/07/2009 09:51


Guten Morgen Yvone*lächle*

Es ist immer wieder interessant deine Gedanken kennenzulernen.

Wenn du denkst die Menschen haben verschiedene "Masken", dann wird das auf viele zutreffen. Allerdings kann ich dem wenig abgewinnen. Ist es nicht leichter aus sich heraus zu leben, ohne Maske?
Das du im Büro....usw. dich anders verhältst liegt ja wohl in der Natur der Sache.
Die, die dich führt, abrichtet,(ich weiss du tendierst in die Richtung fem/sub) wird wohl kaum verlangen das du dich in der Öffentlichkeit...am Arbeitsplatz denselben Bedingungen wie in ihrem
Beisein unterwirfst. Du wirst die Eigenschaften an den Tag legen die man sich im normalen Verkehr miteinander erwartet..........Respekt, Freundlichkeit, Toleranz, und mit Bestimmtheit deiner Arbeit
nachgehen.
Aber, du bist eine starke Persönlichkeit mit viel Selbstbewusstsein, sonst wäre es nicht möglich das du dich für diese Richtung entschieden hast.
Wenn du von Rollen sprichst die du ausfüllen musst.......dann frage ich mich weshalb sollte das so sein. Wirst du an Tagen an denen du nicht gewillt bist diese "Rolle" zu spielen deiner Herrin
weniger gut dienen?
In dem Moment wo sie dich zu ihrer gefügigen Hündin abrichtet,dich an die Leine nimmt......zu deinem Napf schickt. Eine Rolle........oder Erfüllung?
Du dienst. Muss man sich als Dom darüber Gedanken machen. Stell dir selbst die Frage.
Entspricht es deiner Natur devot zu sein? Oder ist es eine Rolle die dir im Moment zusagt? Wo liegt die Wahrheit?*lächle*
Was mir entgangen sein könnte..........bist du inzwischen in einer Beziehung in der du es lebst? Virtuell......real?

Herzliche Grüsse.

Raven.


Yvone 10/08/2009 07:39


Guten Morgen Raven, und vielen Dank ... schön dass es Dir gefällt meine Gedanken kennenzulernen.

Ich hatte mir schon gedacht, dass es in Bezug auf die Worte "Maske" und "Rolle" Vorbehalte geben könnte. Es könnte so verstanden werden, dass ich damit meine etwas zu spielen was ich nicht bin oder
fühle, oder dass ich mich hinter einer Maske verstecke. 

Dennoch habe ich mich bewusst für diese Wortwahl entschieden. Ich persönlich denke, dass die Gesamtheit einer Persönlichkeit aus vielen, vielen verschiedenen Aspekten besteht. Ich mag das Wort
Facette in diesem Zusammenhang sehr. Ich denke Facette ist ein gutes Wort um die Vielzahl von unterschiedlichsten Bestandteilen einer Persönlichkeit zu beschreiben. Und so sehe ich meine devote
Seite auch als eine Facette meiner gesamten Persönlichkeit.

Eine Facette kann kleiner oder grösser sein... einen kleineren Bestandteil oder einen grösseren Einnehmen. Er kann eher zurückhaltend sein oder sehr im Vordergrund stehen, die Persönlichkeit sehr
bestimmen. Aber es ist und bleibt nur ein Teil der immer auch mit anderen Facetten in wechselseitiger Beziehung steht.

Mit "Maske" meine ich in diesem Zusammenhang mehr, das eine Kombination aus manchen Facetten ein bestimmtes "Erscheinungsbild" bewirken, wie ich von anderen wahrgenommen werde. Damit bin ich immer
noch ich ohne so zu tun als wäre ich etwas anderes, aber es wird womöglich nur sehr wenige Menschen geben die wirklich alle Aspekte, Facetten an mir kennenlernen werden. Selbst wenn ich alleine und
ganz für mich bin, bin ich ein "Zusammenschluss" aus mehreren Facetten und trage meine "Ich bin ganz alleine für mich Maske".  

Und mit dem Begriff "Rolle" meine ich auch nicht, dass ich wie eine Schauspielerin etwas vorspiele. Vielleicht kann ich es in Anlehnung an die Arbeitswelt beschreiben. Wenn ich für eine Firma
arbeite, dann habe ich zuallerst die Rolle "Angestellte" ... und damit sind auch Erwartungen verbunden. Aber mitunter bin ich in der Firma in einer leitenden Position und habe damit auch die Rolle
"Vorgesetzte" auszufüllen. Vielleicht habe ich auch gleichzeitig eine Sonderaufgabe ... sowas wie einen Brandschutzbeauftragten. Auch dies ist dann eine "Rolle". 

Um wieder mehr zu meiner devoten Seite zurückzukommen... eine "Rolle" die ich versuche auszufüllen ist die Rolle einer Sklavin. Dazu gehören mitunter ein ganzes Set von Masken ... die Maske der
unterwürfigen Sklavin, die Maske der eher aufmüpfigen oder frechen Sklavin. Und jede Maske besteht eben aus ein paar anderen Teilen ... Facetten ... meiner Persönlichkeit.

Viele Grüsse
Yvone 


Raven 10/06/2009 09:13


*lächle* Guten Morgen Yvone!

Deine Nächte scheinen auch oft länger zu werden.
Danke für deine Reaktion.
Ja, man ist nicht immer derselben Laune. Man unterhält sich, tauscht Meinungen aus.Verwirft vielleicht wieder etwas..........es findet ein Gedankenaustausch statt.
Trotzdem sollte die Ausdrucksweise der sub so gewählt sein wie es ihrer Stellung entspricht.
Um etwas in den Raum zu stellen. Den Weg für den du dich entschieden hast, der sollte ja lebensübergreifend sein. Soll man eine Grenze setzen? Wenn ich aus der Tür trete wähle ich eine andere
Lebensform............oder.......wenn ich den PC ausschalte?
Wieweit das geht wirst du mit Derjenigen besprochen haben deren Eigentum du bist.

Aber um es auf den Punkt zu bringen.Du hast so reagiert wie ich es von dir erwartet habe.Wünsch dir einen schönen abwechslungsreichen Tag.

Mit freundlichen Grüssen.

Raven.


Yvone 10/07/2009 08:32


Vielen Dank Raven,
ich denke jeder Mensch hat viele verschiedene Masken. Und je nach "Rolle" zeigt er eine andere Maske. Im Büro verhalte ich mich anders als zusammen mit Bekannten als zusammen mit einem Partner als
wenn ich alleine bin. Damit meine ich nicht, das man jemand anderen "spielt" ... ich meine damit, das die Persönlichkeit eines Menschen die Summe seiner unterschiedlichsten Facetten ist.

Eine meiner Facetten ist meine devote Seite, die mal mehr mal weniger deutlich zum Vorschein tritt. Ich will versuchen sie so gut als möglich auszuleben. Aber es gibt Grenzen die durch meine
anderen Facetten, die ich nicht in den Hintergrund drängen kann oder möchte, zumindest nicht auf Dauer, und durch Rollen die ich einfach ausfüllen muss, gesetzt werden. 

Da ein Gleichgewicht zu finden ist sicherlich nicht immer einfach, vielleicht je nach Situation auch unmöglich, aber ich denke es ist wert es zu versuchen.

Und dazu gehören oft auch mindestens zwei Menschen die es schaffen sich einen gemeinsamen Raum zu erschaffen.

Viele Grüsse
Yvone 


Raven 10/05/2009 23:39


Guten Abend Yvone.

Du hast eine Frage zu deinem Beitrag gestellt um die Meinung anderer kennenzulernen. Nun scheint mir deine Antwort etwas launisch auszufallen.

Wenn sub und Dom sich gefunden haben wird das keine wirkliche Frage mehr sein. Man wird sich ja über vieles zu unterhalten haben. Und bis wirkliches Vertrauen und Wahrheit herrscht ist auch dieses
geklärt. Und im Endeffekt ist sub das was Dom vorgeben wird.
Wünsch dir eine schöne Zeit.

Mit herzlichen Grüssen

Raven.


Yvone 10/06/2009 00:25


Guten Abend Raven,
sollte meine Antwort als "launisch" interpretiert werden können, so lag das nicht in meiner Absicht. Letztendlich schreibe und antworte ich nur was mir zu einem Thema einfällt. Nun mag es auch
sein, dass ich mal einen "besseren" oder einen "weniger guten" Tag zum Schreiben erwische. Aber eine launische Antwort zu schreiben war nicht meine Absicht.

Viele Grüsse
Yvone 


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