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16. Juli 2009 4 16 /07 /Juli /2009 22:04
Vor kurzem hat sich ein für mich sehr interessantes Chat-Gespräch ergeben. Manchmal entwickeln sich Gespräche in ungewohnte Richtungen. Wie dieses. Und es hat mir sehr viel zum Nachdenken mitgegeben. 

Um keinen falschen Eindruck zu hinterlassen. Im Verlauf des Gespräches ist wenig passiert. Es war eher ein erstes Kennenlernen. Ja, fast schon ein philosophisches Gespräch um Meinungen und Ansichten, Wünsche und Vorstellungen die mit Erziehung und Dominanz, Unterwerfung und Gehorsam verbunden sind.

Angefangen hat das Gespräch mit einem "Hallo". Und einem "ich würde Dich gerne näher kennen lernen". So wurde ich angesprochen. Ganz normal. Was neu war, ich wurde von ihr in den Raum eingeladen indem sie sich zu der Zeit aufgehalten hat. In die Folterkammer.

Ich war noch nie zuvor in diesem Raum. Der Wunsch, in die Folterkammer zu kommen, hat mich etwas unsicher werden lassen. Welche Erwartung hat sie wenn ich in der Folterkammer bin? Zumindest reinsehen konnte ich ja mal. Und so sagte ich ihr, dass ich gerne einen Blick in die Folterkammer werfen werde. Ich wollte mich noch von jemand anders verabschieden.

Doch sie hatte anderes im Sinn als mich so "einfach" davon kommen zu lassen und legte, wenn man so will, sogleich die Spielregeln fest. Es gibt nur eine Regel. Sie bestimmt die Regeln. Sie sagte mir, dass es mit einem Blick nicht getan sein wird. Wenn ich ihre Einladung folge und den Raum betrete, dann soll ich die Tür verschliessen (man kann den Raum absperren, so dass ihn niemand ungefragt betreten kann, man kann aber natürlich jederzeit den Raum verlassen, wobei es reizvoller ist sich vorzustellen, das man das nicht so einfach kann), mich in die Mitte des Raumes stellen, direkt unter einen Licht-Spot, damit sie mich aus dem dunkeln des Raumes betrachten kann.

Natürlich ist das nur Phantasie und nicht real. Natürlich ändert das nichts daran, dass jeder für sich getrennt in einem Raum vor seinem PC sitzt und das ganze Gespräch nur getippt wird. Aber es stört auch nicht für eine gewisse Gesprächsatmosphäre zu sorgen. Im Gegenteil. Ich empfinde dies durchaus als sehr reizvoll. Wenn es die "richtige" Gesprächsatmosphäre ist. Wobei das mehr damit zu tun hat wie phantasievoll die Situation auch geschaffen und erzählt wird.

Mich hat das Gespräch bisher sehr phasziniert. Das muss ich gestehen. Es hat mich neugierig werden lassen. Natürlich wusste ich nach den paar Zeilen immer noch nicht viel von der Person und worum es ihr eigentlich geht. Was sie mit der Einladung bezweckt. Ausser mich auch kennenlernen zu wollen. Aber das wollte ich ja auch. Sie besser kennenlernen. Und daher habe ich zugesagt.

Kurze Zeit später bin ich zu ihr, in den Raum Folterkammer, eingetreten, habe den Raum verschlossen, sie begrüßt, mich gedanklich in die Mitte des Raumes gestellt, unter den Spot, und gewartet. Für mich gab es nur den Spot in den Raum. Es war, als könne ich nicht sehen was sonst noch in dem Raum ist, als würde mich der Licht-Spot blenden und alles andere in Schwärze tauchen. Und es war ja auch nur ein Gedankenspiel und weil wir noch nicht über mehr gesprochen hatten, gab es für mich auch noch nicht mehr in dem Raum zu sehen. 

Sie bat mich, mich so hinzustellen, wie ich mich ihr präsentieren möchte. Wie möchte ich mich ihr präsentieren? Ich dachte daran ihr zu schreiben, dass ich meine Beine spreize und die Arme hinter meinem Kopf verschränke. Dann sagte sie zu mir, ich solle eine Haltung wählen die ihr zeigt warum ich die Einladung angenommen habe. Und in dem Moment dachte ich, ich wollte gerne ausdrücken, dass es hauptsächlich eine devote Empfindung gewesen ist die mich gereizt und gelockt hat. Und so habe ich ihr statt dessen geschrieben, das ich mich hinknie und den Kopf devot senke.

Es war nicht das was sie sich vorgestellt hatte. Ich solle eine stehende Position einnehmen. Mir vorstellen wie ich gerne vor einer höhergestellten Person stehen wolle, eine Person die mich mustern möchte. Und so stellte ich mich letztendlich doch so hin wie ich es zuerst vorgehabt hatte. Stehend. Mit gespreizten Beinen und die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Sie bat mich die Augen zu schliessen. Mir vorzustellen ihre Blick auf meinem Körper zu spüren, wie sie mich aus dem Dunklen heraus genau mustert und durch den Lichtspot jede meiner Reaktionen, jede noch so kleine Bewegung und Gefühlsregung genau beobachtet. Ein Schauer durchführ meinen Körper.

Sie fragte mich, ob ich mich gerne in dieser Situation wiederfinden würde. Real. Eine Einladung von Unbekannt in eine Umgebung die ich nicht kenne und wohl auch nicht kontrollieren kann. Eine Einladung in einen Raum in dem ich nicht mehr als einen Lichtspot erkennen kann. Der mir seine Geheimnisse nicht preis gibt. Ich weiss nicht wer da ist. Wie viele. Ich weiss noch nicht mal wie die Anwesende(n) auf mich reagieren, fühlen. Ein Raum der verschlossen wird, mich daran hindert ihn einfach wieder zu verlassen. Möchte ich mich in so einer Situation wiederfinden?

Eine schwierige Frage. Rein aus Vernunftgründen. Nein. Natürlich sollte ich mich nicht freiwillig in so eine Situation begeben. Es wäre ja eher der reinste Wahnsinn. Und doch ... würde es mich reizen genau das zu machen. Zu spüren wie ich mich dabei fühle. Ohne zu wissen was passieren wird. Sicherlich wäre auch Angst dabei. Unbehagen. Aber auch Neugierde. Der Reiz des Unbekannten. Vielleicht würde ich sogar über meinen Schatten springen und mich in den Lichtspot stellen. Aber ich denke das kann man erst wissen wenn man wirklich vor der Wahl steht.

Die nächste Frage von ihr war, warum ich der Einladung gefolgt bin. Welche Erwartungen ich habe.
Nun, warum bin ich der Einladung gefolgt? Sicher weil ich neugierig bin. Weil sie mich neugierig gemacht hat. Und ich wollte sie gerne besser kennenlernen. Ob man ähnliche Vorstellungen hat. Was sie gerne über mich wissen möchte. Warum sie mich gerade in die Folterkammer eingeladen hat. 
Hatte ich Erwartungen an das Gespräch? Eigentlich nicht. Auch wenn sie mir das nicht recht glauben wollte. Sie hatte mich gefragt ob es mir schwer fallen würde etwas ehrlicher zu sein. Nun, welche Erwartungen hat sie über meine Erwartungen? Ich meine ich bin ganz ehrlich gewesen. Sicher war es war wohl nicht nur die reine Neugierde die ich erwartet habe. Aber ist sie davon ausgegangen, dass ich mir ein "Spiel" erwarte? Gerade weil es die Folterkammer gewesen ist in die sie mich eingeladen hat? Ein Ort der zum "Spielen" geradezu einlädt? So vermute ich es. Aber ich habe dennoch kein "Spiel" erwartet, auch wenn ich es nicht ausgeschlossen oder vielleicht sogar vermutet habe. Dennoch war es keine Erwartung von mir. Vielmehr versuche ich an ein erstes Gespräch keine allzugroßen Erwartungen zu knüpfen. Ich denke dies würde mich zu sehr beeinflussen, gerade wenn etwas gegen meine Erwartungen passieren würde. Wäre ich dann noch flexibel genug darauf ohne Vorbehalte zu reagieren? Offen genug zu bleiben, dass ich eine Situation einfach auf mich wirken, ja, sie sogar einfach laufen lasse, ohne zu wissen wohin sie führen kann? Würde ich mit einer Erwartung nicht viel mehr versuchen die Situation entsprechend meiner Erwartung zu steuern? Versuchen die Situation in meinem Sinne zu manipulieren? Wäre das nicht gerade gegen meine devote Grundhaltung?

Ich habe sie gefragt, welche Erwartung sie hat. An mich. An das Gespräch. Sie sagte, sie wolle mich kennenlernen, erfahren wie ich "Ticke", abzuschätzen, ob aus einem ersten Treffen ein Weg werden könnte. 
Das ist für mich sehr nachvollziehbar und mir geht es nicht anders.

Was ich über mich zu erzählen weiss. Ohne Fragen zu stellen. Ohne das sie Fragen stellt. Das wollte sie als nächstes von mir wissen. Kein Frage und Antwort Spielchen, sondern erfahren, was ich bereit bin auch so über mich zu erzählen. 
Ich habe nichts gegen genaue Fragen die ich dann beantworten kann, soll, muss. Vielfach empfinde ich dies als einfacher, da ich dann darauf eingehen kann zu sagen was meinen Gesprächspartner interessiert, als irgend etwas über mich zu erzählen, dass vielleicht gerade garnicht so von Interesse ist. Auch gefällt mir die Vorstellung verhört zu werden. Eine Art peinliches Verhör. Eine schöne und demütigende Vorstellung. Aber ich kann auch den Wunsch verstehen, frei über sich zu erzählen. Dann muss ich jedoch auch das Gefühl haben, dass es nicht nur darum geht "unterhalten" zu werden, sondern das auch wirkliches Interesse dahinter steht und es auch darum geht zu erfahren was ich gerade nicht (als erstes) erzähle. Das ist für mich ein feiner Unterschied. Und ein sehr wichtiger. Gerade in dem was man nicht erzählt kann man viel erfahren. Aber es muss auch "gelesen" werden. Und darauf eingegangen. Sonst ist es für mich uninteressant. Und ich fühle mich eher ausgenutzt als gedemütigt. Und das Gefühl gefällt mir nicht.

Bei diesem Gespräch hatte ich eben das Gefühl das es gerade nicht darum ging mich reden zu lassen um selber nicht zu viel tippen zu müssen, sondern das es genau darum ging zu erfahren wie ich darauf reagiere, auf eine eher allgemeine Aufgabenstellung (erzähl doch mal was über dich), eine Antwort abzuleiten die der Frage entspricht und durch die Art der Antwort auch viel über mich erzählt. Ob es mir ernst ist. Wie tief mein Wunsch ist mich unterzuordnen. Anzunehmen was von mir erwartet wird gerade wenn ich es nicht wirklich wissen kann. Wie bereit ich bin zu lernen und auf eine Situation einzugehen. Als eine Art Verhör ohne konkret befragt zu werden. Praktisch alles zu gestehen und zuzugeben.

Dies ist durchaus demütigend für mich. Und es "zwingt" mich eine aktivere Rolle einzunehmen, im Gespräch. Das fällt mir nicht (immer) ganz leicht. Ich möchte auch eher passiv sein. Mich in dem Sinn unterzuordnen, dass ich einfach auf Anweisungen gehorche, statt Wünsche zu erahnen und mögliche Anweisungen vorwegzunehmen. 
Aber wie ich schon sagte, es kommt auch darauf an welchen Eindruck ich von jemandem habe. Ob es sich jemand einfach bequem machen möchte und sich sagt, "die ist devot, dann soll sie mal machen, sie will es ja nicht anders" oder, was aus meiner Sicht schwieriger ist, es mehr um Aufmerksamkeit geht und um freiwillige Unterwerfung die sich eben auch im Vorwegnehmen, oder im Erahnen von Wünschen ausdrücken kann und man sich in gewisser Weise devoter gibt als von einem vielleicht sogar verlangt worden wäre. Eine Art Selbstkasteiung.

Ich sagte ihr, dass ich nur wenige Erfahrungen habe und das ich mir nicht sicher bin ihre Andeutungen, oder Gesten, wirklich und richtig zu interpretieren. Das ich die Befürchtung habe, dass sie mein Nicht-Verstehen als Nicht-Wollen interpretiert.
Sie sagte daraufhin, dass es nicht so sehr auf Details oder spezielle Praktiken ankommt, sondern eben auf die Bereitschaft an sich und das sich alles Weitere dann schon von alleine ergeben würde. Das der Versuch zu verstehen wichtiger ist als es (bereits) zu verstehen. Das es die ganze Persönlichkeit erfordert sich mit allem was man hat einzusetzen, um darin auszudrücken wie wichtig es einem ist. Wie ernst. Zu zeigen das es mehr als ein Spiel ist, sondern über das Spiel hinausgeht. Das es ein Teil von einem ist. Die Bereitschaft zu dienen. Ein schöner Gedanke. Und ich denke alles andere als einfach umzusetzen. Besonders wenn man sich nicht real begegnet.

An einer Kette werden Handschellen heruntergelassen.

Nur dieser Satz von ihr. Kein weiteren Anweisungen. Haben wir gerade ncoh allgemein darüber gesprochen, so schafft sie nun eine konkrete Situation. Wie werde ich reagieren? Bleibe ich passiv? Werde ich aktiv? 

Ich habe mir vorgestellt in dem Raum zu sein. Das Rasseln der Kette zu hören. Das Blinken des Metalls der Handschelle. Die Vorstellung womöglich gleich wehrlos ausgeliefert zu sein, mich selbst hinzugeben, freiwillig, hat mich erregt.

Ich habe meinen Mut zusammengenommen, meine Arme gehoben und mich selbst gefesselt. Ich spürte regelrecht wie das kalte Metall der Handschellen meine Handgelenke fest umschliessen und wie hilflos ich nun bin. Ausgeliefert.

Die Kette wird angezogen so dass sich mein Körper strafft und meine Fersen leicht den Kontakt zum Boden verlieren.

Fühle nun wie hilflos ich bin. Wie fest das kalte Metall meine Handgelenke umschliessen und wie wenig Kontrolle ich noch habe. Ich bin der Situation ausgeliefert. Selbst wenn ich wollte könnte ich niemanden mehr daran hindern etwas zu tun. Die Vorstellung ist verlockend. Reizvoll. Aber auch etwas ängstigend. Dennoch gefällt sie mir.

Sie sagte mir wie sehr es ihr gefällt, wenn sich eine Frau ausliefert und sich freiwillig in eine solche Situation begibt. Das sie ohne Worte zeigt das es ihr gefällt in eine solche Sitution gebracht zu werden. Das kann ich verstehen. Und die Vorstellung hat auch für mich einen grossen Reiz. Mich freiwillig auszuliefern. Freiwillig in eine hilflose Situation zu begeben. Wobei mir dies in der Phantasie sicher einfacher fällt als real in einer vergleichbaren Situation. 

Sie sagte, sie versteht was ich meine. Das einem die Phantasie ein paar Streiche spielen kann. Das es aber auch darauf ankommt, ob es aus dem tiefsten Inneren kommt, der Wunsch, oder ob es mehr darum geht einfach nur zu spielen, vor Lust. Zur Abwechslung. Einfach um den Alltag etwas aufzupeppen. Ohne das es aus dem tiefsten Inneren kommt.
Ist es ein wirklich Wunsch? Mein Wunsch? Einfach zu dienen. Ist es wirkliches Verlangen? Ein Teil meiner selbst? Kann und soll es ein Teil meines Alltags sein? Oder gar meines Lebens? Möchte ich über einen Teil meines Lebens nicht mehr selber bestimmen können? Machtverlust? Machtaustausch?
Entscheidend sei der Punkt, an dem man selber nicht mehr ausbrechen kann, aus dem Spiel, selbst wenn man es möchte. Wenn es darüber hinausgegangen ist. Wenn es zu mehr geworden ist als ein Spiel. Ob es dann immer noch reizvoll ist, weil man es wirklich will, oder ob es dann zu viel geworden ist, da die Grenze zwischen Spiel in Wirklichkeit beginnt zu verschwimmen und der Anschein es zu wollen nicht mehr ausreicht die Facade aufrechtzuerhalten? 

Ist es für mich nun ein Spiel? Oder ist es wirkliches Verlangen? Ich weiss nicht ob ich die Frage wirklich schon beantworten kann. Zumindest denke ich, das es für mich nicht nur darum geht ein Spiel zu spielen, sondern das auch wirkliches Verlangen da ist mich einer anderen Frau unterzuordnen. Nur weiss ich nicht wie weit ich bereit wäre mich wirklich unterzuordnen. Ich denke aber auch, dass dies etwas ist, das auch erst die Zeit mitsich bringen kann. Das sich das entwickeln muss. Genauso wie das Vertrauen zu der Person der man sich unterwirft und sich freiwillig hingibt. Ein Vor-Gehen, Schritt für Schritt, ist, auch wenn es länger dauert, sicherlich erfolgsversprechender als eine radikale Zäsur des bisherigen Lebens. Ähnlich dem Gleichnis mit dem Frosch der in heisses Wasser geworfen wird und der dann sogleich wieder aus dem heissen Wasser herausspringt. Er erschrickt. Wird der Frosch aber in normal warmes Wasser gelegt und die Temperatur nur langsam erhöht, bleibt der Frosch im Wasser. Bis es zu spät ist und für ihn kein Zurück mehr gibt. Liegt es also wirklich nur an mir wie sehr ich mir wirklich wünsche dominiert zu werden? Oder liegt es nicht auch sehr an der anderen Person und wie radikal oder wie einfühlsam diese den Prozess gestaltet - von einem anfänglichen Spiel bis hin zu einer völligen Aufgabe der eigenen Selbständigkeit?

Falls man dies den überhaupt möchte.

Könnte ich mir wirklich vorstellen meinen Alltag nicht mehr unter meiner Kontrolle zu haben? Die Kontrolle darüber abzugeben? Das jemand anders darüber bestimmt was ich wann tue oder nicht tue? Wäre ich bereit dazu die Kontrolle freiwillig abzugeben? Oder würde ich mir vielmehr wünschen, dass mir die Kontrolle darüber vielmehr einfach entrissen wird? Ohne mich zu fragen? 

Ich denke die grundsätzliche Bereitschaft dazu muss freiwillig sein. Ich muss mich unterwerfen, unterordnen wollen. Es wird nicht viel bringen mich dazu zu zwingen. Ich denke das wäre wie mit dem Frosch und dem heissen Wasser. Ich würde erschrecken. Aber wenn ich Vertrauen gefasst habe, wenn ich das Gefühl habe, dass ich nicht gleichgültig bin, sondern das sich auch jemand um meine Gefühle Gedanken macht und man sich auf eine gemeinsame Basis verständigen konnte, ich denke dann könnte ich mir auch vorstellen, dass ich auf der gemeinsam gefundenen Basis keine Kontrolle mehr über die Situation habe, dass ich dann auch nicht mehr gefragt werde, sondern das, auch wieder ähnlich wie bei dem Frosch, die Temperatur des Wassers und wie schnell sie sich verändert, nicht mehr von mir beeinflusst werden kann. Die ersten Schritte auf dem Weg müßte ich wohl selber gehen. Die ein oder andere Kreuzung müsste gemeinsam überschritten werden, man müsste sehen, ob man auch die gleichen Wege nimmt. Aber irgendwann kann der Punkt kommen, an dem ich selber nicht mehr weiterkomme. Selbst wenn ich es eigentlich will. Dann müsste ich vielleicht wirklich geschubst werden, über einen Felsvorsprung. Besonders wenn ich weiss, das es bedeutet, dass ich dann nicht mehr den Weg zurückgehen kann. Wenn es überhaupt keinen Weg mehr zurück gibt.

Wie würde ich mich fühlen, wenn sie mir jetzt einfach, ohne mich zu fragen, meine Beine spreizt? Die Träger des Kleidchens durchtrennt? So dass es mit jeder Bewegung die ich mache ein Stückchen weiter rutscht?
Ich denke es wäre überaus demütigend für mich. Und ich würde mich umso hilfloser fühlen. Besonders da ich nur eine scheinbare Kontrolle darüber habe, ob mein Kleidchen rutscht oder nicht. Ich müßte ja nur ganz still stehen. Dies wird mir aber kaum möglich sein. Und umso mehr ich mich anstrenge still stehen zu bleiben, desto schneller wird das Kleidchen runterrutschen und mich vor ihren beobachtenden Augen entblößen. Was mich wiederrum noch mehr demütigt. Besonders weil das Ende absehbar ist und ich das weiss und es dennoch nicht verhindern kann. Es ist nur eine Frage der Zeit. Wie lange der Kampf mit mir dauert bis ich mich dem unvermeidlichen hingebe.

Ist es für mich wichtig zu wissen wohin die Reise mit meiner Herrschaft hingeht? Oder liegt der Reiz genau in der Umkehrung - nicht zu wissen wo die Reise hingeht?
Nun... ist es für mich wichtig zu wissen wo es hingehen soll. Ich denke zum Teil ja. Zum Teil nein. Nicht alles zu wissen macht mich wehrloser. Ich kann mich nicht darauf einstellen oder vorbereiten. Überrascht oder vor, wenn man so will, vollendete Tatsachen gestellt zu werden, unterstreicht auch die niedere Stellung gegenüber der Herrschaft. Aber ich denke auch, das zumindest grundsätzliche Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten besprochen sein sollten. Damit legt sich die Herrschaft sicherlich auf noch nichts fest und die Sklavin weiß damit immer noch nicht was ihr wiederfahren könnte. Vielleicht abgesehen von einigen Dingen die beidseitig besprochen ausgeschlossen werden. 

Sehr ähnlich ist auch die Frage, ob es mir wichtig ist, das mir die Herrschaft erklärt was sie macht oder warum sie es macht. Oder ob es mir nicht lieber wäre wenn sie mir einfach zeigt was sie möchte und was nicht und mich bestraft wenn ich etwas mache das sie nicht möchte. Ohne weitere Erklärung. Das sie mich nicht nur einfach erzieht sondern regelrecht trainiert, ja sogar abrichtet. Abrichten ist ein gutes Wort dafür. Eine demütigende Vorstellung wie ein Haustier abgerichtet zu werden. Und doch erregend. Einfach nur folgen und tun was von mir gewünscht wird ohne Fragen zu stellen und ohne Erklärungen zu erwarten. Erniedrigend Dinge zumindest manchmal einfach hinnehmen zu müssen. 

Leider musste ich mich dann verabschieden. Nur waren meine Hände noch über meinem Kopf an den Handschellen gefesselt. Und auch wenn es nur ein Spiel gewesen ist, so war es Teil der Gesprächsatmosphäre. Ich habe darum gebeten frei gelassen zu werden. Real wäre ich auch ihrem Willen unterworfen gewesen und hätte nur darum bitten können. Meine Ketten wurden herabgelassen und die Handschellen geöffnet. Mit Erlaubnis habe ich mich dann verabschiedet und die Folterkammer verlassen.

Ein für mich sehr phaszinierendes Gespräch. Und eines der Gespräche, bei denen ich sehr viel über mich und meine eigenen Vorstellung gelernt habe. Kein Gespräch für jeden Abend. Aber ein Gespräch das man leider auch nur sehr selten führen kann. Aber ein Gespräch das auch wieder Hoffnung macht - das es solche Gespräche immer wieder mal gibt. 

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Published by Yvone - in Gedanken
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