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10. Juli 2009 5 10 /07 /Juli /2009 08:36
Im Internet gibt es ja so einige Möglichkeiten zum Thema Tagebücher, Aufgabenbücher, Strafbücher, Regelbücher oder dergleichen. Erst vor kurzem habe ich dazu "Das dunkle Gewölbe" und vor etwas längerer Zeit "Das Strafbuch" vorgestellt. Den Seiten ist gemein, dass man sich dort anmeldet, ein Profil anlegt, das Profil ausfüllt und dann die Möglichkeit hat sich eben ein Strafbuch, ein Tagebuch, ein Regelbuch oder ein Aufgabenbuch anzulegen.

Auch gemein ist diesen Seiten, dass man dann stets die Kontrolle darüber behält was im Profil oder in den Büchern zu lesen ist, wer dies lesen kann und wie öffentlich das alles ist. Man kann teilweise lese oder auch schreibrechte vergeben oder auch wieder entziehen. Man kann zwar so tun als würde man sich jemandem unterwerfen, aber es hat keine wirklichen Auswirkungen.

Doch was wäre wenn es anders wäre? Wenn Unterwerfung Konsequenzen hätte? Wenn man die Kontrolle über das eigene Profil und diese Bücher verlieren könnte? Wenn man nicht mehr selber entscheiden könnte was darin zu sehen oder zu lesen ist und wer es sehen und lesen kann? Wenn man sich einer Herrschaft unterwirft und diese Herrschaft dann die Kontrolle darüber übernehmen könnte?

Mir persönlich gefällt die Vorstellung von Kontrollverlust. Und wenn man sich real kennt, dann lässt sich natürlich auch vieles davon sehr einfach umsetzen. Aber ich bin nunmal, zumindest derzeit, nur virtuell unterwegs um von meinen Wünschen und Sehnsüchten zu träumen. Und somit bleibt mir, derzeit, nur die Möglichkeit meine Sehnsüchte virtuell umzusetzen. Soweit möglich.

Natürlich kann man sich nun damit behelfen, dass nicht die Sklavin sondern die Herrschaft die Bücher anlegt und damit die Kontrolle darüber hat. Die Sklavin wird damit im Prinzip nur eingeladen die Bücher zu beschriften. Sie werden der Sklavin geliehen. Und die Herrschaft entscheidet dann wie öffentlich das alles gemacht wird.

Auch könnte man der Herrschaft die Passwörter zum eigenen Profil geben. Doch dies ist sicherlich ein klein wenig extrem. Und eigentlich nicht zu empfehlen. Und wirklicher Kontrollverlust ist auch etwas anderes.

Und so träume ich immer noch von einer Seite im Netz die es mal gegeben hat, die jedoch leider eingestellt wurde. Ich glaube die Seite nannte sich Sklaventagebuch und hatte eine ganz bestimmte Besonderheit. Man konnte sich dort einer Herrschaft unterwerfen. Und dies hatte entscheidende Konsequenzen.

Wie üblich musste man mit der Anmeldung im Sklaventagebuch ein Profil anlegen. Man konnte ein Photo in sein Profil einstellen, wenn man denn wollte, und ein paar Dinge über sich erzählen. Wie gesagt. Wie üblich. Und man konnte einstellen was davon "der Öffentlichkeit" zugänglich ist. Auch konnte man ein Tagebuch anlegen und es ganz privat halten, mit einem Kennwort versehen das man dann auf Anfrage herausgeben konnte oder es ganz öffentlich zu machen.

Nun gab es zusätzlich noch einen kleinen Knopf. Wenn man das Profil eines anderen Nutzers angeklickt hat, dann konnte man diese Person darum bitten, dass man als Sklavin akzeptiert wird. Ein sehr demütigender Moment. Besonders wenn man wusste was dies für Konsequenzen haben kann.

Hat die Herrschaft den Antrag der Sklavin akzeptiert, war es vorbei mit der Eigenständigkeit der Sklavin. Die Herrschaft hat nun augenblicklich Zugriff auf das Profil und auf das Sklaventagebuch der Sklavin erhalten. Das Sklaventagebuch konnte die Herrschaft insofern kontrollieren, dass sie darüber entschieden hat wie öffentlich zugänglich es ist. 

Viel bedeutender - aus meiner Sicht - war jedoch die Möglichkeit, die die Herrschaft mit dem Profil übernommen hat. So konnte die Herrschaft die Einträge im Profil der Sklavin verändern, löschen oder neue Dinge hinzufügen. Sehr perfide war jedoch eine ganz besondere Möglichkeit. Die Herrschaft konnte der Sklavin das Recht entziehen die eigenen Einträge zu bearbeiten. Die Herrschaft konnte also das Profil der Sklavin bearbeiten, die Sklavin konnte aber, wenn es die Herrschaft so wollte, die Veränderungen am eigenen Profil weder verhindern noch weiterbearbeiten. Sie war der Herrschaft in diesen Dingen absolut ausgeliefert. Und mit der Bitte unterworfen zu werden hat die Sklavin auch sämtliche Rechte verwirkt selber darüber entscheiden zu können.

Dieser Kontrollverlust, dieser Verlust von Macht, ich muss gestehen dies empfand ich als überaus demütigend und zugleich erregend. Auch wenn es nur virtuell gewesen ist. 

Einmal habe ich mich einer Herrschaft unterworfen. Es war die Person die mich auf das Sklaventagebuch aufmerksam gemacht hatte. Natürlich hatte ich auch etwas angst was dann passiert. Wie sehr sie es ausnutzen wird, meinen Machtverlust. Nachdem sie meinen Antrag auf Unterwerfung akzeptiert hatte - mit das erste worum ich sie gebeten hatte war, dass sie mir die Möglichkeit nimmt mein eigenes Profil bearbeiten zu können. Ich wollte ihr ausgeliefert sein. Ich wollte dieses Gefühl des Kontrollverlustes erfahren. Und es war ein sehr erregendes Gefühl als sie meinen Wunsch akzeptierte und ich von meinem eigenen Profil ausgeschlossen wurde. Ich konnte es aufrufen, aber nicht mehr selber bearbeiten. Und ich war nun ihrer Phantasie ausgeliefert auf welche Weise sie mich demütigen möchte.

Leider wurde das Sklaventagebuch kurz darauf eingestellt. Ich denke immer noch sehr gerne daran zurück. Und bei allen Fehlern die das Sklaventagebuch hatte. Die Funktion des Kontrollverlustes war mit das erregenste was ich im Netz bisher kennenlernen durfte. 

Leider habe ich etwas vergleichbares bisher nicht mehr gefunden. Darüber bin ich immer noch sehr traurig. 

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Published by Yvone - in Gedanken
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Kommentare

Boesewicht 07/10/2009 09:47

Hallo Yvone,

das von dir beschriebene beinhaltet sicher viele hocherotische Phantasien auf Deiner Sicht. Nur befürchte ich Missbrauch von Seiten der Herrschaft wenn es mal nicht so klappt wie du es es dir vorstellst.
Aber ich wünsche dir das du mal wieder eine Seite im Netz findest wo all dies möglich ist was du dir wünschst.

Boesewicht

Yvone 07/10/2009 16:08


Vielen Dank Boesewicht. Und mir ist bewusst, dass dies natürlich auch zu missbrauch führen kann. Dies wird wohl grossteils der Grund sein, warum diese Funktion nicht implementiert ist. Bei anderen
"Systemen". Aber wenn ich gefesselt und wehrlos vor jemanden liege, dann kann meine Hilflosigkeit genauso missbraucht werden. Entweder vertraue ich dann dem Menschen. Oder nicht. Dies ist dann real
nicht viel anders als virtuell. Aber ich denke ich weiss was Du meinst und ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit. :-)


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