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17. Juni 2009 3 17 /06 /Juni /2009 08:05
Ich bin selber über mich erstaunt. So etwas wie eine Online-Erziehung habe ich nicht gesucht. Aber wie es aussieht habe ich dennoch eine Online-Erziehung gefunden.

Wie konnte das passieren?

Eigentlich hatte ich mich im Strafbuch angemeldet um mit meinen Phantasien ein wenig zu "spielen". Damit meine ich, dass ich meine Gedanken und Phantasien ein wenig ordnen wollte. Damit meine ich aber auch, dass ich die Hoffnung hatte Reaktionen hervorzurufen. Zum Beispiel welche Regeln eine Sklavin befolgen sollte. Also welche Meinungen es dazu gibt.

Nicht gerechnet hatte ich aber mit dem feingesponnenen Netz einer Frau und wie sie mich damit umkreist hat.

Angefangen hat es mit einer Nachricht. Im Strafbuch. Es war Samstag morgen vor nicht ganz fünf Tagen. Ich kannte sie bisher nicht. Ich hatte ein Regelbuch öffentlich gemacht. In diesem Regelbuch wollte ich Vorschläge für Regeln sammeln. Regeln die mir selber einfallen und nach denen ich mir - im Fall der Fälle - vorstellen könnte mich zu richten. Aber auch Regel-Vorschläge aus der Strafbuch-Community wollte ich aufnehmen. Wenn jemand einen netten Vorschlag hat.

Und dann kam eine neue Nachricht. Ihre Nachricht. Ihre Nachricht war anders als die Nachrichten die ich bisher erhalten hatte. Sie wollte, dass ich sie für mein Regelbuch freischalte. Sie nannte es, sie wolle gerne mein Regelbuch studieren. Es war gerade mal drei Einträge gross. Viel zu studieren gab es da nicht. Aber es hatte mich gereizt sie dafür freizuschalten. Zwei Nachrichten später war sie für mein Regelbuch freigeschaltet.

Und dann kam ... erstmal nichts. Keine Reaktion. Wie gemein. Was denkt sie nun über meine Regeln? Ich habe sie gefragt. Ich war neugierig. Zum Glück kam bald eine Antwort. Sie meinte, sie glaubt ich benötige Regeln. Ich würde mich danach sehnen gehorsam zu sein. Nunja. Recht hat sie. Aber es ist nun wirklich keine große neue Erkenntnis gewesen. Wäre dem nicht so wäre ich nicht im Strafbuch angemeldet (als Sub bzw. als Devote) und ich hätte mir nicht freiwillig ein eigenes Regelbuch gegeben.

Ich habe ihr wieder geantwortet. Es hat mich gereizt den Dialog fortzuführen, um zu sehen, wo er mich hintreiben wird. Ich habe sie gefragt welche Regeln sie mir denn vorschlagen würde. Ein wenig provokant. Ich gebe es zu. Ich wollte sehen wie sie reagiert. Ob sie darauf eingeht. Sie ging nicht darauf ein. Ihre Antwort war, sie gebe keine Regeln vor, sie gebe Regeln auf. Punkt. Es war etwas frustrierend für mich. Sie ist ausgewichen - hat mich damit aber erneut gereizt. Sie hat mir auch zu verstehen gegeben, dass sie eine Sklavin sucht. Oder zumindest nicht abgeneigt ist eine zu finden. Eine Sklavin, die aber von sich aus sagen muss, dass sie Sklavin selber sucht und gefunden werden möchte. Das sie eingesteht gehorsam sein zu wollen. Und dies zum Beispiel auch in der Anrede zeigt. Und es auch klar sagt - ohne zu versuchen drum herum zu reden.

Es war klar. Wollte ich mehr erfahren, musste ich erst bereit sein mehr zu geben. Sie hat mir die Karotte gezeigt. Aber ich musste mich bewegen, wenn ich der Karotte näher kommen wollte. Und ich wollte. Aber ich wollte mich auch nicht gleich "geschlagen" geben und habe meine Antwort eher allgemein gehalten. Ich denke sie war spezifisch genug, dass viele darauf eingegangen wären. Aber diese Frau ist ruhig geblieben und hat mich, man könnte sagen, auflaufen lassen. Sie wusste denke ich, dass sie mich an der Angel hatte. Das ich bereits zapple. Und das sie nur Geduld braucht und weiter bei ihrer bisherigen Linie bleiben muss. Es mir nicht zu leicht zu machen und um mich damit nach und nach aus der Reserve zu locken.

Mit blumigen Worten hatte ich versucht ihre Frage zu beantworten welche Neigungen ich habe. Ohne mich dabei irgendwie festzulegen. Ich habe sie sogar jetzt zum ersten mal gesiezt. Um ihr zu zeigen, dass ich gewillt bin artig und höflich zu sein. Und mich entschuldigt. Um ihr zu zeigen, dass ich mich klein machen kann. Aber es hat alles nichts geholfen. Sie wollte kein "drum herum". Sie wollte eine klare Aussage. Will ich. Oder will ich nicht. Wenn ich will - mehr erfahren will - musste ich es sagen. Ich sollte klar sagen "Ich will und ich bin bereit zu folgen".

Sie hat mich direkt gefragt. Sie schrieb mir "Sehnst du dich danach erzogen zu werden, Regeln zu beachten, gedemütigt zu werden, einfach zu gehorchen?" Und ich konnte nicht mehr anders als einfach zu schreiben "Ja. Danach sehne ich mich." Sie hatte es geschafft. Ich habe mich geschlagen gegeben. Und ich habe mich dabei gut gefühlt. Es war aber auch ein wenig demütigend. So klar "Ja" zu sagen. Aber der Reiz war für mich einfach zu gross. Und ich war neugierig. Bin es immer noch. Aber es stimmt auch. Ich habe es nicht nur dahingesagt, ich meine es auch. Ich will. Mehr erfahren. Und ich bin bereit den Preis zu zahlen. Ein Stück Unabhängigkeit dafür aufzugeben. Das ist was mich reizt. 

Ich habe auch gleich eine erste Aufgabe bekommen. Ich sollte neben meinem Regelbuch auch ein Strafbuch, ein Aufgabenbuch und ein Tagebuch einrichten. Ich habe es getan. Bisher hat nur sie darauf Zugriff. Aber wenn sie es wünscht werde ich es auch öffentlich machen. 

Aber ganz so einfach wollte sie es mir dann immer noch nicht machen. Sie wollte nicht nur hören das ich mich danach sehen Regeln zu beachten und mich unterzuordnen, auch dass ich ihre ersten Wünsche mit den Büchern erfüllt habe, hat ihr noch nicht gereicht. Sie wollte, dass ich darum bitte erzogen zu werden. Sie wollte, dass ich sie darum bitte mich zu erziehen. Nicht sie fragt mich ob ich will und ich akzeptiere - nein - ich musste sie darum bitten, mich klein machen, und nur wenn ich es "gut" mache, nur dann ist sie geneigt mein Ersuchen auch anzunehmen und zu akzeptieren. Sie hat mir noch einmal klar gemacht wer die Regeln macht. Wie demütigend.

Kleinlaut habe ich darum gebeten.

 

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Published by Yvone - in Aktuelles
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