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13. Juni 2009 6 13 /06 /Juni /2009 09:25
Ich drücke den kleinen Knopf neben der Tür. Höre wie im inneren des Hauses eine Klingel läutet. Eine kleine Lampe über der Tür beleuchtet den Eingang. Es ist schon dunkel. Geräusche hinter der Tür. Ein fester Rhytmus. Klack, klack, klack, klack. Wie Metall auf Stein. Ich bin neugierig was mich erwartet. Aber auch etwas ängstlich. Ein Schatten hinter dem gläsernen Einsatz in der Tür. Mehr ist durch das Glas nicht zu erkennen. Ein Schlüssel wird im Schloss gedreht. Klick. Die Tür öffnet sich. Frau Zara, die mich freundlich anlächelt.

Ich kann immer noch nicht begreifen wie es diese Frau geschafft hat mich so zu manipulieren, dass ich meine gar keine andere Wahl zu haben als jetzt vor ihrer Tür zu stehen. Gestern erst habe ich sie kennengelernt. Auf der Feier einer Bekannten. Es war kaum mehr als eine kurze Begegnung. Doch bereits nach gut 15 oder 20 Minuten hatte sie ein Photo von mir gemacht, dass mir sehr peinliche ist. Auf dem Bild bin ich zu sehen und wie ich mein Kleid so hoch halte, dass meine Beine ganz und sogar mein Slip sehr deutlich zu sehen sind. Frau Zara hatte mich ausgetrickst. Allein bei dem Gedanken schüttelt es mich und mir wird w warm und kalt zugleich. Ich schäme mich sehr dafür und kann es mir eigentlich garnicht erklären wie ich es so weit hab kommen lassen. Aber nun hat Frau Zara dieses Photo von mir - und ich stehe vor ihrer Tür.

Punkt acht Uhr abends hatte mein Telefon geklingelt. Wie sie es angekündigt hatte. Ich war schon den ganzen Abend und fast den ganzen Tag zu nervös um etwas sinnvolles zu machen. Auch hatte ich ständig ein flaues Gefühl im Magen. ich habe den Tag über keinen einzigen Bissen essen können. Immer wieder hatte ich gehofft, dass sie mich vergessen hat. Dass sie einfach nur mit mir gespielt hat. Dass sie ihren Spass mit mir hatte sich dann einfach nicht mehr meldet. Punkt acht Uhr zerplatze diese Hoffnung wie eine bunt schimmernde Seifenblase.

"Hallo Yvone" hat sie mich gleich begrüßt. Sie wusste, dass sicher nur ich an dem Telefon sein werde. "Sei bitte bis spätestens in einer Stunde bei mir zu Hause." Sie hat mir ihre Adresse gegeben. Mit leicht zitternder Hand hab ich die Adresse aufgekritzelt. Eine sehr noble Gegend. Am meisten schockiert hatte sie mich mit dem Wunsch mir nicht nur etwas nettes anzuziehen, sondern auch das Höschen wegzulassen wenn ich zu ihr zu Besuch komme. Bevor ich irgend etwas antworten konnte - ich war eh zu geschockt um irgend etwas zu sagen - hatte sie auch schon aufgelegt.

Und nun stehe ich vor ihrer Tür. Vor ihr. Vor dieser Frau die ich nur als Frau Zara kenne und die mich jetzt freundlich anlächelt. Sie musste mir nicht erst drohen. Mit dem Bild. Sie musste es noch nicht einmal erwähnen. Ich bin mir sicher dass sie es nutzen würde um ihren Willen zu bekommen. Und momentan möchte sie, dass ich vor ihrer Tür stehe. Sie hat ihren Willen bekommen. Ich stehe vor ihrer Tür. Wie sie es wollte. Nett angezogen - und ohne Slip. Es ist mir peinlich ohne Slip dazustehen. ich fühle mich so nackt. Und unterlegen. Ich spüre die kühle Abendluft und wie sie mit meiner nackten Scham spielt. Ich scheine etwas feucht zu sein. Ich verstehe momentan meinen Körper nicht und ich kann nur hoffen, dass man mir nicht ansieht wie peinlich mir das ist.

Ich sehe wie Frau Zara vor mir steht und kann nicht umhin ihren Geschmack und Sinn für Mode zu bewundern. Ihre Frisur sitzt perfekt und auch wenn wir heute beide ein Kostüm tragen, so hört damit die Ähnlichkeit auch schon auf. Mein Kostüm, obgleich nicht günstig und noch sehr neu, sieht im Vergleich zu ihrem Kostüm billig und abgenutzt aus. Das ist eine Klasse die ich nie erreichen werde, von der ich noch nicht einmal zu träumen wage.

Sie bittet mich einzutreten und schließt hinter mir die Tür. Sie führt mich zur Garderobe. Damit ich mein Jacket aufhängen kann. Ich verstehe das als einen Wink mit dem Zaunpfahl und hänge mein Jacket auf einen leeren Bügel. In Bezug auf meine Schuhe wird sie schon direkter. Sie möchte keinen Dreck in ihrem Haus. ich möge sie doch bitte ausziehen. Ich schaue sie kurz verwundert an. Schaue auf ihre Beine und ihre Schuhe. Ich wundere mich, dass, obwohl sie selber Schuhe trägt, ich meine Schuhe ausziehen soll, wiederspreche ihr aber nicht und ziehe meine Pumps aus. Waren wir soeben, was unsere Körpergröße angeht, noch ungefähr auf Augenhöhe, so überragt sie mich mit den wirklich hohen Absätzen ihrer Schuhe bei weitem. Ich hatte mir für den Abend halterlose Strümpfe angezogen, so dass ich zum Glück nun nicht Barfuss rumlaufen muss, komme mir aber nun, gerade im Vergleich zu Frau Zara, klein und etwas pummelig vor.

Während sie elegant und mit lautem klack, klack, klack voranschreitet, folge ich ihr mit einem dumpfen hump, hump, hump in den nächsten Raum. Der Raum scheint als Wohnzimmer genutzt zu werden. Er ist sehr gemütlich - und teuer - eingerichtet. Sie geht zu einem Tisch, man könnte es wohl am besten mit einem Esstisch beschreiben, deutet mir an auf welchem Stuhl ich platz nehmen kann und setzt sich dann seitlich um die Ecke zu mir an den Tisch.

Ich komme mir etwas verloren an dem Tisch vor. Auf dem Tisch steht eine Kristallkaraffe gefüllt mit Wasser. Daneben ein leeres Glas. Ein Glas gefüllt mit Wasser steht vor Frau Zara. Sie lächelt mich an, greift zum Glas und nippt einen Schluck lang daran. Mein Hals kommt mir in dem Moment so ausgetrocknet vor. Ich blicke zum leeren Gals. Traue mich aber nicht danach zu fragen oder mir sogar selber einzuschenken. Ich spüre wie sie mich beobachtet und meinen kleinen inneren Kampf bemerkt.

"Nun Yvone" beginnt sie nach ein paar weiteren Augenblicken zu sprechen. Ihre Stimme klingt warm und melodisch. Etwas tiefer als ich sie in Erinnerung hatte. Eine Stimme die Sympathie und Vertrauen erwecken kann. "Erzähl mir doch ein wenig von Dir". Und nun begann, was man im Nachhinein als ein Verhör bezeichnen kann. Zuerst ging es darum wo ich lebe und arbeite, wie lange ich schon hier bin und wen ich kenne. Woher ich komme und wo meine Familie lebt. Ich bin erst vor kurzem hergezogen, wegen der Arbeit, und arbeite in einem kleinen Büro als Angestellt. Ich bin von zu Hause weggezogen, um hier mein Glück zu versuchen. Ich hatte eine Arbeit gefunden und habe sie angenommen. Um hier Leute zu kennen bin ich noch nicht lange genug da. Im Prinzip ist meine Bekannte, mit der ich auf der Feier gewesen bin, mein einzigster privater Kontakt. Ich lebe alleine und meine Familie wohnt weite weg. ich habe nicht allzuviel Kontakt mit meiner Familie.

Langsam wurden die Fragen persönlicher. Und intimer. Ob ich einen Freund habe. Derzeit nicht. Wie lange meine letzte Beziehung her ist. 2 Jahre. Ob ich denn in der Zwischenzeit mit einem anderen Mann Sex hatte. Ich muss sehr rot geworden sein und konnte die Frage nur verneinen. Und mit einer Frau? Da muss ich sehr schockiert geguckt haben. Eine Antwort hatte sich damit erübrigt. Ja, mein Leben ist nicht das aufregenste. Und derzeit sexuell auch nicht das Erfüllenste. Aber ich muss mich auch für nichts schämen. Dennoch fühle ich wie ich bei jeder Frage ein kleines Stückchen verlegener werde. Und etwas anderes fühle ich auch. Ein leises Kribbeln in meinem Schoß das ich mir nicht erklären kann. 

Mir kommt der Raum sehr warm vor. Ich werfe immer wieder einen Blick auf die mit Wasser gefüllte Karaffe. Ich bin wirklich durstig, traue mich aber weder einfach zu der Karaffe zu greifen, noch die Frage zu stellen, ob ich mir etwas nehmen kann. Schließlich hat Frau Zara ein Einsehen mit mir und fragt mich, ob ich denn gerne etwas Wasser trinken wolle. ich nicke.

Sie schaut mich ernst an. "Manchmal" fängt sie langsam an zu sprechen. Dabei legt sie ihren Kopf bedächtig zur Seite. "Manchmal bekommt man nicht das was man gerne möchte. Und manchmal hat das was man möchte seinen Preis." Ich verstehe nicht, was sie mir damit sagen möchte. Ich schaue sie fragend - und ich denke etwas verwirrt - an. "Ich mache dir einen Vorschlag Yvone. Du bist sehr geduldig gewesen und hast meine Fragen brav beantwortet. Und du hast Anstand gezeigt, indem du nicht einfach nach dem Wasser gegriffen, sondern artig danach gefragt hast. Das gefällt mir." Es ist eigenartig, aber irgendwie erfüllt mich das Lob mit stolz. Es freut mich sehr, dass sie zufrieden mit mir ist. Es ist ein schönes Gefühl. "Du kannst Dir aus der Karaffe einschenken wenn du möchtest, Yvone, wenn" gebannt schaue ich sie an "du bereit bist deine Bluse für mich auszuziehen". 

Und wieder hat sie es geschafft mich plötzlich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Darauf war ich nicht gefasst. Und ich habe es auch nicht erwartet. ich bin erst einmal völlig perplex. Tief in mir spüre ich aber auch wie dieses Kribbeln zunimmt. Ich verstehe nicht mehr was um mich und was mit mir passiert. Wie in Trance greifen meine Hände zu den Knöpfen meiner Bluse und öffnen sie. Zuerst den Obersten. Dann die restlichen. Ich sehe wie mich Frau Zara dabei zufrieden beobachtet. Langsam öffnet sich meine Bluse und es ist mehr und mehr von meinem Oberkörper zu sehen. Ich habe darunter nur einen BH an. Und obwohl ich mich dafür schäme was ich mache, nimmt das Kribbeln in mir zu. Nachdem ich die Knöpfe an meinen Ärmeln geöffnet habe ziehe ich die Bluse aus und hänge sie über die Lehne des Nachbarstuhls.

"Das ist sehr brav von Dir Yvone." Wieder dieses Kribbeln bei diesen Worten. "Du darfst dir nun das Wasser einschenken. Du hast es dir verdient." Und ich bedanke mich, stehe auf um die Karaffe greifen zu können. Dazu beuge ich mich über den Tisch und schenke Frau Zara sehr tiefe Einblicke in mein Dekolleté. Ich schäme mich erneut und wieder fühle ich dieses Kribbeln in mir. Und das ich heute kein Höschen trage scheint das Kribbeln noch zu verstärken. Ich fühle mich so hilflos und so klein. Ich verstehe nicht welches Spiel Frau Zara mit mir treibt. Oder was ihre wirklichen Absichten sind. Aber ich erkenne, dass sie es meisterlich schafft mich in Verlegenheiten zu bringen. Auch schafft sie es immer ihren Willen zu bekommen. Zumindest soweit ich das erkennen kann. Ich fühle mich bei ihr wie ein Blatt im Wind. Wie das Blatt weiss ich nicht wann der Wind als nächstes zu pusten beginnt und wo mich der Wind hinhaben möchte. Und genau wie das Blatt fehlen mir die Möglichkeiten den Weg selber zu bestimmen oder zu kontrollieren. Es ist ein Gefühl der Hilflosigkeit. Und dennoch bin ich fasziniert von Frau Zara und wie sie es immer wieder schafft mich zu beeinflussen und zu lenken.

Wir unterhalten uns noch einige Zeit. Genauer gesagt stellt sie Fragen und ich antworte auf ihre Fragen. Sie setzt ihr Verhör fort und ich füge mich ihren Fragen. Die Fragen sind ganz unterschiedlich. Manche Fragen davon sind so neutral, dass sie praktisch von einem Fremden auf der Strasse gestellt werden könnten. Zum Beispiel wo ich mein Kostüm gekauft habe. Und manche Fragen sind dann plötzlich wieder so intim, dass mich allein schon die Frage rot werden läßt. Und dass ich fast nackt vor ihr sitze macht das ganze für mich nicht einfacher.

Irgendwann scheint sie alle Fragen gestellt zu haben. Sie bittet mich aufzustehen, meine Bluse zu nehmen und ihr zu folgen. Sie führt mich zurück zur Eingangstür. Dort bedankt sie sich für den angenehmen Abend und verabschiedet sich von mir. Und wieder bin ich vollkommen überrascht. Ich habe weder meine Schuhe noch meine Bluse an. Aber daran scheint sie sich nicht zu stören. Und sie scheint auch nicht darauf warten zu wollen, bis ich mich wieder komplett angezogen habe.

Sie schaut mir noch einmal tief in die Augen. Fest hält sie meine Hand in ihrer. Mit ihrer melodischen Stimme sagt sie noch zu mir "wenn du mich wiedersehen möchtest, wirst dieses mal du mich anrufen müssen. Du hast meine Nummer. Ich würde mich freuen wenn du dich meldest. Aber ich werde mich nicht mehr bei dir melden. Wenn wir uns wieder sehen sollen, musst du es wollen. Und mich anrufen. Hast du das verstanden?"

Ich schaue sie noch einen Moment an, einen Augenblick verwirrt. ich lasse ihre Worte auf mich wirken. Ich verstehe dass sie mich zu nichts zwingen wird was ich nicht auch selber wirklich möchte. Und ich verstehe wie schwer es mir fallen wird mich zu trauen. Sie anzurufen und ihr zu sagen, besser gesagt sie darum zu bitten, sie wiedersehen zu dürfen. Ich werde darüber nachdenken müssen. Auch über meine Gefühle und Empfindungen. Ich nicke ihr zu. Mit leiser und stockender Stimme sage ich ihr, dass ich sie verstanden habe.

Ich sage ihr nicht, dass ich mich sicher melden werde, oder etwas vergleichbares. Das wäre nur eine Floskel, nichts was ich jetzt wirklich so meinen könnte. Aber ich denke, das weiss sie auch und ich denke sie wäre enttäuscht, wenn ich nur etwas so dahinsagen würde, was ich nicht auch wirklich meine.

Sie blickt mich noch einen langen Augenblick fest an, studiert mich, mein Gesicht, meine Reaktionen. Sie scheint zufrieden zu sein. Ich spüre wie sie meine Hand losläßt und sich umdreht. Und geht.

Alleine stehe ich noch einen Augenblick da. Blicke stumm geradeaus ohne wirklich etwas anzusehen. Nur in Strümpfen, einen Rock und BH gekleidet. Meine Bluse in der Hand. Die Schuhe und mein Jacket an der Garderobe. Ich weiss nicht was ich fühlen soll. Ich fühle mich unsicher. Ich fühle mich verlassen. Ein Gefühl der Leere. Ich verstehe momentan weder mich noch meine Gefühle. Ich beginne mich langsam anzuziehen und öffne die Tür, blicke noch einmal zurück, aber ich kann sie nirgend wo sehen. Beim rausgehen in die kühle Nacht spüre ich wieder ganz deutlich, dass ich keinen Slip unter dem Rock trage. Dabei frage ich mich, warum sie wollte das ich keinen Slip trage, wenn sie mich noch nicht einmal danach fragt ob ich es auch so gemacht habe. So viele Fragen - nur diese eine nicht.

Noch etwas das ich nicht verstehe und das mich beschäftigen wird. In meinen Gedanken. Bis ich zu einer Entscheidung gekommen bin. Ob ich Frau Zara anrufen werde oder nicht. 

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Published by Yvone - in Phantasie
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